Lebenslauf

LebenslaufEin ansprechend gestalteter und sorgfältig strukturierter Lebenslauf ist häufig DER ausschlaggebende Punkt dafür, ob ein Bewerber / eine Bewerberin zum Vor- bzw. Einstellungsgespräch gebeten wird. Welche Kriterien beim Verfassen erfüllt sein müssen, erfahren Sie hier:

Form

Entgegen der landläufigen Meinung fallen Lebensläufe nicht dann ins Auge, wenn sie besonders ausgefallen gestaltet sind – sondern dann, wenn sie auf einen Blick die wesentlichen Eckdaten erkennen lassen. Zum “Papiertiger” gefaltete oder in -zig Puzzle-Teile zerlegte Unterlagen haben – wenn überhaupt – nur in kreativen Berufen eine Chance wahrgenommen zu werden. Wichtiger ist, dass die zuständigen Vorgesetzten die für sie ausschlaggebenden Kriterien sofort erfassen und bewerten können.

Reihenfolge

Das funktioniert am besten mit einem tabellarischen Lebenslauf in umgekehrt chronologischer Reihenfolge. An dessen Anfang gehören die einzelnen Stationen des Arbeitslebens mit den jeweils ausgeübten Tätigkeiten. Der diesbezüglichen Aufzählung folgen die Aus- und Weiterbildungen, eventuell absolvierte Praktika und relevante Nebenjobs. Auch hierbei gehören die am jüngsten zurückliegenden Ereignisse an die oberen Stellen des jeweiligen Rankings.

Relevanz

Achten Sie bei diesen Angaben im Lebenslauf darauf, ob Sie für die Stelle, um welche Sie sich bewerben, von Belang sind. Volkshochschulkurse in Origami, Kräuterkunde oder regionaler Stadtgeschichte sind für einen potenziellen Arbeitgeber durchaus interessant – aber nur dann, wenn sie in irgendeiner Form mit dem Berufsbild korrespondieren. Umgekehrt kann selbst die hochwertigste Ausbildung belanglos sein, wenn ihr Inhalt zu sehr von der zu besetzenden Stelle abweicht.

Privates

Ähnliches gilt für private Interessen und “sonstige Kenntnisse”. Sie dürfen durchaus im Lebenslauf auftauchen; sollten jedoch streng reglementiert sein. Beschränken Sie sich auf wenige, wirklich aussagekräftige Dinge und lassen Sie dafür Selbstverständlichkeiten wie den Besitz eines Führerscheins weg. Je nachdem, welche Aktivitäten Sie anführen, können Sie beim Arbeitgeber richtig Eindruck machen – oder gnadenlos untergehen. Entscheiden Sie sich bei Angaben über regelmäßig ausgeübte Sportarten also lieber für den Teamplayer in der Volleyball-Mannschaft als für den Einzelkämpfer beim Paintball. Ehrenämter, Stipendien oder die Leitung eines Vereins / Arbeitskreises können ebenfalls interessant sein.

Wahrheit

Das wiederum setzt natürlich voraus, dass Sie tatsächlich entsprechend aktiv sind – denn nichts ist unangenehmer als eine auffliegende Lüge. Flunkern dürfen Sie nur, wenn es gilt nicht erklärbare Lücken im Lebenslauf zu schließen. Ein halbes Jahr “berufliche Umorientierung” liest sich für einen Personalchef besser als “Auszeit im malaiischen Dschungel” oder “Arbeitslosigkeit”. Die Pflege kranker Angehöriger oder die kommissarische Leitung des elterlichen Geschäfts aber verdeutlichen Ihre so genannten Soft Skills – und dürfen unverblümt genannt werden.

Unangebrachtes

Als mittlerweile absolut überflüssig gelten Angaben wie der Geburtsname, Namensänderungen durch Scheidung oder Adoption sowie Details zu Eltern und Ehepartner_innen. Auch Informationen zum Familienstand und der Anzahl von Kindern sind nicht zwingend; können je nach zu besetzender Stelle jedoch wertvolle Rückschlüsse liefern. Hinsichtlich medialer Aufbereitung ist Fingerspitzengefühl gefragt. Nur bei ausdrücklich geforderter Digital-Version ist eine Vorstellung per Video, Podcast oder Webpräsenz Pflicht; in anderen Fällen bleibt sie Kür.

Unbedingtes

Ihr Lebenslauf gilt nichts ohne Ort, Datum und Unterschrift. Mit Setzen dieser Angaben ist er abgeschlossen. Darunter angefügte Bemerkungen, Notizen o.ä. müssen Sie vermeiden. Achten Sie beim Versenden Ihrer Bewerbungsmappe auf die korrekte Anschrift und einen ausreichend frankierten Umschlag.