Kosten für Bewerbungen

Unterstützung bei Kosten für BewerbungenAuf der Suche nach einem neuen Job fokussieren sich viele Bewerber genau auf das: Die Suche und den späteren Job. Was dann etwas in den Hintergrund rückt ist der Umstand, dass mit vielen Bewerbungen teilweise auch hohe Kosten verbunden sind. Sie treffen sowohl Personen, die aus der Arbeitslosigkeit heraus einen Job suchen als auch solche, die einfach den Arbeitgeber wechseln möchten. Der Staat unterstützt beide Personengruppen, zudem muss mitunter auch der künftige Arbeitgeber einspringen. Vor allem dann, wenn er zu Vorstellungsgesprächen lädt und diese etwas weiter vom Wohnort entfernt sind.

Die Kostenpositionen bei der Jobsuche

Am Anfang steht erst einmal die Bewerbungsmappe. Da viele Bewerbungen mittlerweile in digitaler Form gewünscht werden, bequem versandt über E-Mails, fallen die Kosten für Bewerbungen hier nicht mehr so hoch aus wie noch vor einigen Jahren. Wer dennoch eine Bewerbung in Papierform benötigt, muss diese drucken lassen und in eine ansprechende Form bringen. Ein Klemmhefter ist ausreichend, für viele Bewerber und Arbeitgeber aber nicht die optimale Lösung, schließlich möchte man sich von seiner besten Seite präsentieren. Weitere Kosten für Bewerbungen entstehen dann, wenn es “ernst” wird, man also zu Gesprächen eingeladen wird. Fahrtkosten variieren mitunter stark. Wer in einer Großstadt wohnt und sich in dieser bewirbt, wird kaum hohe Fahrtkosten verzeichnen. Wer hingegen in anderen Bundesländern sucht, sollte sich um eine Kostenerstattung bemühen.

Das Finanzamt und die Bundesagentur für Arbeit helfen bei Kosten für Bewerbungen aus

Wer aus der Arbeitslosigkeit heraus sucht, ist auf die Erstattungen der Bundesagentur für Arbeit angewiesen. Arbeitnehmer in einem Arbeitsverhältnis können sich einen Teil ihrer Kosten für Bewerbungen über die Steuererklärung zurückholen.

Die Bundesagentur unterhält diverse Modelle zur Erstattung. Der klassische Weg ist immer, alle Belege aufzuheben und diese dann einzureichen, um den exakt gezahlten Betrag erstattet zu bekommen. Belege entstehen beispielsweise beim Drucken, für das Porto oder für schöne Bewerbungsmappen. Alternativ gibt es noch das Modell einer pauschalen Erstattung. Der Pauschbetrag beziffert sich auf 5 Euro und wird je Bewerber auf eine maximale Summe pro Jahr festgesetzt. Die eigene Einkommenssituation spielt ebenfalls mit ein, denn bei der Erstattung handelt es sich um eine freiwillige Leistung, die vom Arbeitsberater in der Bundesagentur veranlasst wird.

Wer bereits einen Job hat und nur den Arbeitgeber wechseln möchte, kann Kosten für Bewerbungen in der Position “Werbungskosten” absetzen. Durch das Auflisten der entstandenen Kosten wird die Belastung durch die Einkommenssteuer reduziert, weshalb das Finanzamt dann also Geld überweisen wird. Das geht aber nur bei Arbeitnehmern, die eine Steuererklärung machen. Wie schon bei einer Erstattung über die Bundesagentur für Arbeit, müssen dafür unbedingt alle Belege aufbewahrt werden. Die Belege werden zusammen mit der Steuererklärung eingefordert. Erfolgt diese in digitaler Form (über ELSTER), so sollten Sie die Papierbelege dennoch aufbewahren, denn diese werden mitunter zu einem späteren Zeitpunkt eingefordert.

Anreisekosten durch den Arbeitgeber erstatten lassen

Arbeitgeber müssen Bewerbern ebenfalls finanziell unter die Arme greifen. Das soll vor allem verhindern, dass sich Unternehmen unzählige Bewerber zu Vorstellungsgesprächen einladen. Deshalb treffen Arbeitgeber, neben dem zeitlichen Aspekt der damit verbunden ist, eine konkrete Vorauswahl. Kommt ein Bewerber nun von etwas weiter weg und ist auf ein Zugticket oder generell Fahrtkosten angewiesen, können diese beim Arbeitgeber über den Beleg zurückgefordert werden – natürlich auch dann, wenn es letztlich nicht “gefunkt” hat und es folglich zu keiner Anstellung kam. Das Unternehmen wird diese entstandenen Kosten eigenständig steuerlich absetzen, weshalb eine Übermittlung der Belege notwendig ist.

Beachten Sie in diesem Fall: Erfolgt eine Erstattung durch das Unternehmen, wo man ein Vorstellungsgespräch hatte, dürfen Sie die Kosten natürlich nicht selber steuerlich absetzen. Es ist rein wirtschaftlich aber sowieso immer besser, diese direkt vollständig ersetzt zu bekommen anstatt die eigene Steuerlast minimal zu mindern. Sie stehen dabei in der Pflicht, den günstigsten zumutbaren Weg für die An- und spätere Abreise zu wählen.