Körpersprache

KörperspracheEs braucht nur wenige Sekunden, um sich ein Urteil über einen Menschen zu bilden. Zwar versucht der Personaler möglichst neutral zu bleiben, doch der erste Eindruck kann bei der Jobvergabe entscheidend sein. Die besten Tipps zur Körpersprache im Vorstellungsgespräch!

Körpersprache und ihre Wirkung

Ob eine fremde Person sympathisch ist, hängt zu 93 Prozent von den nonverbalen Signalen ab. Daher lohnt es sich definitiv, über die eigene Körpersprache nachzudenken. Meistens genügt ein kurzes Feedback, um die Gestik und Mimik zu verbessern. In der Praxis passt die Sprache häufig nicht zur Körpersprache: Die eigenen Stärken werden betont, während sich der Bewerber eher zögerlich gibt und den Augenkontakt scheut.

Bei der Begrüßung sollte man folgende Punkte beachten:
– freundlich in die Augen sehen
– den Raum nicht zu stürmisch betreten
– ein mittelstarker Händedruck
– lockere Körperhaltung

Tipp: Die ersten Sekunden können Sie vor einem Spiegel üben. Suchen Sie sich spontan ein Thema aus und halten Sie darüber drei Minuten einen Monolog.

Richtige Haltung im Gespräch

Ist die Vorstellung überstanden, folgt die Interviewphase. Manche Personaler möchten Sie aus der Reserve locken und stellen knifflige Fragen. Dabei kommt es kaum auf die Antwort, sondern eher auf eine gute Reaktion an. Auch wenn Ihnen eine Frage seltsam erscheint, sollten Sie kompetent darauf eingehen.

Vermeiden Sie es den Gesprächspartner zu unterbrechen. Nicken Sie lieber gelegentlich mit dem Kopf, um Ihr Verständnis zu signalisieren. Nehmen Sie eine offene Körperhaltung an, bei der die Hände möglichst ruhig bleiben. Wilde Gestik sorgt für eine nervöse Atmosphäre, aber ein wenig Bewegung muss sein, sonst kommen Sie wie ein erstarrter Eiszapfen rüber.

Tipp: Die Arme oder Beine sollten sich nicht kreuzen oder überschlagen, denn das signalisiert eine geschlossene Körperhaltung. Präsentieren Sie sich mit einem erhobenen Kopf und einem gestreckten Rücken. Richten Sie Ihre Füße zum Gegenüber, denn das deutet auf Interesse hin.

Offenheit ist Trumpf

Verstecken Sie die Hände niemals unter dem Tisch oder in den Hosentaschen. Besser ist es, die Handflächen offen nach oben zu halten. Damit senden Sie ein unterbewusstes Signal, da Sie dem Personaler etwas zu geben haben. Somit können Sie wichtige Sätze gezielt unterstützen, wie etwa ein bedeutendes Argument. Schenken Sie dem Gegenüber ein Lächeln, da sich positive Emotionen schnell übertragen. Wussten Sie schon, dass das Ihre Stimme automatisch freundlicher wirken lässt?

Eine Person gähnt und so auch ihre Freunde. Diesen Effekt können Sie ausnutzen, indem Sie den Interviewer “spiegeln”. Lehnt er sich zu Ihnen vor, sollten Sie ihm ein Stückchen entgegenkommen.

Die letzten Minuten

In der Regel dauert ein Vorstellungsgespräch 30 bis 90 Minuten. Sobald Sie eigene Fragen stellen dürfen, nähert sich die Bewerbung dem Ende. Einige Kandidaten geben sich nun entspannter und lehnen sich zurück. Eine lockere Körperspannung ist wichtig, doch sie sollte immer der Situation angemessen sein. Halten Sie die Konzentration bis zum Schluss hoch und schweifen Sie nicht mit Ihren Blicken ab.

Fazit: Eine offene Körperhaltung ist Pflicht, um von der ersten Sekunde zu überzeugen. Fragen Sie Ihre Freunde nach einem Rollenspiel oder üben Sie alleine vor dem Spiegel. Darüber hinaus sollten Sie beim Telefoninterview auf ein souveränes Auftreten achten, wobei hier die Stimme im Vordergrund steht.