Eigener Geldwert

GeldwertDen eigenen Geldwert ermitteln und bei Bewerbungen einsetzen

Dank Deutschlands aufstrebender Wirtschaft stehen die Chancen gut, den eigenen Traumjob auch mit entsprechend guter Bezahlung auszuüben. Damit das klappt, sollten Bewerbende noch vor dem Bewerbungsgespräch ihren eigenen Marktwert ermitteln und diesen für spätere Gehaltsverhandlungen effektiv einsetzen. Der eigene Geldwert ist dabei immer individuell und orientiert sich an verschiedenen Faktoren, die im Folgenden näher beleuchtet werden sollen.

Darum lohnt sich die Ermittlung des eigenen Geldwerts

Fachkräfte sind in Unternehmen heiß begehrt und können ihre eigenen Qualifikationen, Erfahrungen und sogar die Nachfrage als Indikatoren zur Ermittlung des Geldwertes nutzen. Besonders bei einer Einstiegsposition ist das elementar, denn dann existieren in aller Regel noch keine verlässlichen Angaben in Form vergangener Gehälter durch ehemalige Arbeitgebende. Sobald es um das Gehalt zwischen Arbeitnehmenden und dem Arbeitgebenden geht, beginnt folglich eine Verhandlung, in der man seine eigene Position stärken kann, indem man weiß, wie viel man selber und die eigenen Fachkenntnisse wert sind.

Wie lässt sich der eigene Geldwert ermitteln?

Der Marktwert einer Arbeitskraft wird durch verschiedene Indikatoren beeinflusst, die einerseits die Bewerbenden selber, das Unternehmen bei dem man sich bewirbt und den Markt/die Branche umspannen. Dazu zählen unter anderem die folgenden Faktoren:

Die Ausbildung des Bewerbers:

Erstklassige Qualifikationen erhöhen den eigenen Geldwert immer. Nicht nur spielt die Art der Ausbildung/des Studiums eine Rolle, sondern auch wo diese Qualifikationen erworben worden. Wer folglich an einer Elite-Uni Deutschlands sein Studium absolviert hat, kann automatisch einen höheren Wert ansetzen als ein Bewerber mit Abschluss einer weniger prestigereichen Universität. Selbiges gilt für die Ausbildung: ein namhaftes Ausbildungsunternehmen wirkt sich vorteilhaft auf die Qualifikationen aus, ein kleines Unternehmen mit rund drei Mitarbeitern löst bei Personalern hingegen kaum überschwängliche Begeisterung aus.

Erfahrungswerte im Job/der Branche:

Erfahrungen sind im Berufsleben immer Gold wert, denn die reine Theorie, die während einem Studium oder einer Ausbildung angelernt wird, muss schließlich auch effizient in die Praxis umgesetzt werden. Je mehr Erfahrungen, desto besser! Dazu zählen auch kleinere Jobs in verwandten Berufsfeldern oder ähnlichen Branchen.

Standort, Branche und Größe des Unternehmens:

Bei der Evaluierung muss auch auf die Arbeitgebenden reagiert werden. Große Unternehmen in Großstädten zahlen in der Regel mehr, als ein kleines Unternehmen auf dem Land. Zudem existieren in Deutschland starke regionale Unterschiede zwischen den Durchschnittsvergütungen – so zahlen Unternehmen in München beispielsweise tendenziell immer ein höheres Gehalt als Unternehmen aus den neuen Bundesländern. Die Branche spielt natürlich ebenfalls eine Rolle. So werden beispielsweise Jobs in der Tech-Branche quasi immer besser vergütet als in der Gastronomie.

Passgenauigkeit zur Bewerbung:

Umso besser  Bewerbende zur ausgeschriebenen Stelle passen, umso mehr werden Arbeitgebende auch bereit sein zu zahlen. Wer die Anforderungen also exakt erfüllt oder sogar überschreitet, kann sich bei den Gehaltsverhandlungen auch einen höheren Marktwert zusprechen.

Die eigenen Gehaltswünsche klar äußern und entsprechend verhandeln

Niemand muss sich schämen oder bei Verhandlungen zögerlich sein. Viele Arbeitgebende werten entsprechende Gehaltsverhandlungen sogar positiv, denn sie beweisen, dass sich eine zukünftige Arbeitskraft  auch selbst vermarkten kann und clever genug ist, um seinen eigenen Wert zu erkennen. Wichtig ist dabei aber, dass auf die eben genannten Indikatoren reagiert wird, um eine auf Tatsachen basierende Einschätzung seines eigenen Wertes abzugeben und diesen bei Verhandlungen zu nutzen. Wer nur fabuliert statt recherchiert, wird bei Verhandlungen wenig Erfolg haben.